SuizidPrävention - Kanton Zürich

Notfall Tel. 143 Mehr

Kontakt für Medienschaffende

Bei Fragen steht Ihnen Annett Niklaus, Verantwortliche Kommunikation und Kampagnen bei Prävention und Gesundheitsförderung im Kanton Zürich, gerne zur Verfügung. Bei Bedarf vermitteln wir Ihnen auch Kontakt zu Expertinnen und Experten zum Thema Suizidalität.

Annett Niklaus
Verantwortliche Kommunikation und Kampagnen
Universität Zürich
Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention
Abt. Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich
Hirschengraben 84
8001 Zürich
Tel. 044 634 46 57
annett.niklaus @ uzh.ch

Über Suizid berichten

Medienschaffende tragen in der Berichterstattung über Suizid eine grosse Verantwortung. Es ist erwiesen, dass Medienberichte zur Enttabuisierung des Themas beitragen können und damit einen Beitrag zur Verhinderung von Suiziden leisten. Gleichzeitig weiss man aber auch, dass unachtsame Berichterstattung über Suizid bei bereits gefährdeten Menschen Nachahmungshandlungen auslösen können. In der Checkliste, die Sie unten downloaden können, Sie einfache und praxisnahe Hinweise dazu, was Sie in der Berichterstattung vermeiden sollten und was hilfreich ist.

Die Checkliste für Medienschaffende in Kürze

  • Hilfsangebote für Menschen in Not werden explizit erwähnt, zum Beispiel in einem Infokasten.
  • Auf konstruktive Bewältigungsmöglichkeiten wird aufmerksam gemacht; Alternativen werden aufgezeigt.
  • Die Suizidmethode wird weder erwähnt noch beschrieben.
  • Es werden keine Bilder mit Bezug zu möglichen Suizidmethoden gezeigt (d. h. keine Schienen, keine Brücken, keine Waffen, keine Medikamente usw.).
  • Die betroffene Person wird weder mit Bild gezeigt noch detailliert beschrieben. Über die Beweggründe wird nicht spekuliert.
  • Der Suizid wird nicht heroisierend, idealisierend,  romantisierend oder rechtfertigend beschrieben.
  • Die Tonalität ist sachlich und wertungsfrei. Für «Suizid» werden keine wertenden Synonyme wie Selbstmord oder Freitod verwendet. Geeigneter sind: Suizid, sich das Leben nehmen.
  • Der Suizid erfüllt die vom Presserat festgelegten Kriterien für die Berichterstattung über Suizid.
  • Es ist sichergestellt, dass der Beitrag auch im Redaktionsprozess nicht mit reisserischen Schlagzeilen versehen oder angerissen wird. Leserkommentare online sollten auf obige Punkte kontrolliert und falls nötig gelöscht werden.

Weisen Sie bitte in jedem Beitrag über Suizid auf diese Angebote hin:

Angebote für Menschen in Krisen und ihr Umfeld
Diese Stellen sind rund um die Uhr für Sie da, vertraulich und kostenlos:
- Dargebotene Hand, Gespräch und Beratung: Telefon 143
- Beratung + Hilfe 147 (für Kinder und Jugendliche): Telefon 147
Hilfreiche Tipps und mehr Adressen auf www.reden-kann-retten.ch

Sujet der Kampagne für junge Menschen

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