SuizidPrävention - Kanton Zürich

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Suizidpräventionskonzepte für Heime

Die Datenlage zur Anzahl Suizide in den Wohnheimen der Behindertenhilfe sowie in Alters- und Pflegeheimen wurde im Rahmen des Projektes verbessert. Daraufhin definierte Präventionsmassnahmen in den Heimen sollen die Anzahl Suizide und Suizidversuche reduzieren.

Das Projekt besteht aus zwei Teilprojekten: Die Wohnheime der Behindertenhilfe sind im Zuständigkeitsbereich der Sicherheitsdirektion; die Alters- und Pflegeheime in jenem der Gesundheitsdirektion.

Projektteil A: Wohnheime der Behindertenhilfe

Ausgangslage 2015
Es ist davon auszugehen, dass die Suizidhäufigkeit in Wohnheimen der Behindertenhilfe für Erwachsene sowie in Alters- und Pflegeheimen gegenüber der sonstigen Bevölkerung erhöht ist. 

Ziele
Datenlage verbessern und Anzahl von Suiziden mittels präventiver Massnahmen reduzieren.

Vorgehen / Massnahmen
Eine schriftliche Befragung aller Wohnheime der Behindertenhilfe im Kanton Zürich wurde durchgeführt. Erhoben wurde dabei die Präsenz von Suizidpräventionskonzepten, Kriseninterventionskonzepten sowie die Möglichkeit des assistierten Suizides innerhalb des Wohnheims. Es wurden auch die Anzahl Suizidversuche, Suizide und assistierte Suizide der letzten zehn Jahre erhoben. Darauf aufbauend wurden spezifische Suizidpräventionskonzepte für den Wohnbereich von Behinderteneinrichtungen erarbeitet, in einem Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Wohnheimen diskutiert und anschliessend überarbeitet.
Die Befragung und der Workshop wurden von Dr. Monika Wicki, Dozentin der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich durchgeführt. Der Abschlussbericht sowie ein Musterkonzept für Suizidpräventionskonzepte liegen seit Januar 2017 vor, siehe Download.

Bei Fragen zum Projekt
Dr. phil. / MPH Adrian Eichenberger, Abteilungsleiter Soziale Einrichtungen, Sicherheitsdirektion
adrian.eichenberger @ sa.zh.ch

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Projektteil B: Alters- und Pflegeheime

Ausgangslage 2015
Es ist aufgrund statistischer Daten davon auszugehen, dass die Suizidhäufigkeit auch in Alters- und Pflegeheimen gegenüber der sonstigen Bevölkerung erhöht ist. Hausärztinnen und -ärzte, Psychiater/-innen, Psychologinnen und Psychologen sowie Pflegefachleute und Leitungspersonen in Alters- und Pflegeheimen sind dabei fachlich, juristisch und ethisch besonders gefordert. Denn sie müssen abschätzen, ob ein Patient / eine Patientin suizidal im psychopathologischen Sinne ist und daher im Rahmen der Fürsorgepflicht notfalls auch gegen seinen / ihren Willen vom Suizid abgehalten und behandelt werden muss, oder ob er / sie psychisch gesund und urteilsfähig ein Recht auf Respekt vor der persönlichen Autonomie hat und damit sein / ihr Sterben frei wählen kann. Suizidpräventionskonzepte sind diesbezüglich hilfreich.

Ziele
Datenlage verbessern und Anzahl von Suiziden mittels präventiver Massnahmen reduzieren.

Vorgehen / Massnahmen
Es wurde eine schriftliche Befragung in Alters- und Pflegeheimen im Kanton Zürich durchgeführt. Erhoben wurde dabei, ob bereits ein Suizidpräventionskonzept und/oder ein Kriseninterventionskonzept vorhanden ist und ob es in der Einrichtung erlaubt ist, einen assistieren Suizid zu begehen. Zudem wurden die Anzahl Suizidversuche, Suizide und assistierte Suizide der letzten zehn Jahre erfasst.

Bei Fragen zum Projekt
Kathrin Müller-Coray, Leiterin Abt. Gesundheitsberufe & Bewilligungen, Gesundheitsdirektion
kathrin.mueller @ gd.zh.ch

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Massnahmenbereiche

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