SuizidPrävention - Kanton Zürich

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Frauen reden auf Sofa

Nachsorge nach Suizidversuchen

Im Rahmen des Projekts wurden Nachsorgekonzepte und -massnahmen in den Settings Psychiatrie und Somatik (Notfallstationen) überprüft und gemeinsam mit dem Zürcher Verein Psychiatrischer Chefärzte Empfehlungen erarbeitet.

Teilprojekt: Psychiatrie

Ausgangslage 2015

Psychisch erkrankte Menschen weisen ein erhöhtes Suizidrisiko auf. Bei bis zu 90% der Suizidentinnen und Suizidenten kann eine psychische Erkrankung im Vorfeld festgestellt werden. In den ersten Wochen nach dem Austritt aus einer psychiatrischen Klinik besteht ein etwa 200-fach erhöhtes Suizidrisiko. Verschiedene suizidpräventive (Nachsorge-) Massnahmen haben sich als wirksam erwiesen und sollen auch in Kanton Zürich verstärkt Anwendung finden.

Ziele

Die Anzahl von Suiziden und Suizidversuchen nach einem Psychiatrieaufenthalt soll langfristig verringert werden. Die Nachsorgekonzepte oder -massnahmen von psychiatrischen Kliniken und Institutionen werden auf Optimierungsmöglichkeiten hin überprüft / evaluiert und bei Notwenigkeit verbessert.

Vorgehen / Massnahmen

In Zusammenarbeit mit dem Zürcher Verein Psychiatrischer Chefärzte (ZVPC) wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Sie besteht aus Vertretungen aller psychiatrischen Kliniken (Medizin und Pflege) und kantonalen Verbände, die zur Nachsorge beitragen können (ZPPK, ZGPP, ZGKJPP, ZüPP, AGZ, mfe). Basierend auf der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur und Praxiserfahrungen erarbeitete die Arbeitsgruppe Empfehlungen zu suizidpräventiven Massnahmen im Feld Nachsorge nach Klinikaufenthalten, siehe Download. Auch die Sicht und Bedürfnisse von Betroffenen und Angehörigen floss in die Empfehlungen ein.

Download

Empfehlungen zur Suizidprävention nach Klinikaufenthalt (PDF, 2018)

Projektkonzept (PDF)

Bei Fragen zum Projekt

Alphons Schnyder, Meta Cultura
schnyder @ meta-cultura.ch

Teilprojekt Somatik (Notfallstationen)

Ausgangslage 2015

Vergangene Suizidversuche sind einer der grössten Risikofaktoren für einen später vollzogenen Suizid. Darum ist es wichtig, Menschen nach einem Suizidversuch gut zu begleiten. Man geht davon aus, dass die Anzahl Suizidversuche etwa 10 bis 20 Mal höher ist als die Anzahl vollzogener Suizide. Viele Personen, welche einen Suizidversuch unternommen haben, werden in einer Notfallstation versorgt. Das Personal der Notfallstation soll in der Organisation von geeigneten Nachsorgemassnahmen unterstützt und für Suizidversuche sensibilisiert werden.

Ziel

Innerhalb dieses Projektteils werden Massnahmen und Hilfsmittel erarbeitet, welche das Personal von Notfallstationen für die Erkennung von Suizidversuchen sensibilisieren, sie in der Kommunikation mit suizidgefährdeten Menschen unterstützen und ihnen dabei helfen, mit wenig Aufwand eine Nachsorge einzuleiten.

Massnahmen

Um die Situation und allfälligen Optimierungsbedarf zu eruieren, wurde 2017 mit der grossen Mehrheit der Kliniken im Kanton Gespräche geführt. Darauf basierend wurden verschiedene Massnahmen und Empfehlungen erarbeitet.

Bei Fragen zum Projekt

Alphons Schnyder, Meta Cultura
schnyder @ meta-cultura.ch

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Massnahmenbereiche

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